Baugeschichtliche Würdigung

Das denkmalgeschützte Gebäude wurde um 1600, vermutlich als Amtshaus mit Schüttboden (also zum Aufschütten von Getreide), erbaut.
Von dem gleichzeitig in Rügheim als Vierflügelanlage errichteten Schloss sind nur noch wenige Reste erhalten. Seit 1978 ließ die Stadt Hofheim umfangreiche Sanierungen durchführen.

Das stattliche Gebäude erhebt sich mit zwei Geschossen über einem tonnengewölbten Keller. Die gequaderten Gebäudekanten und die Fensterrahmungen sind aus Werkstein gefertigt, ebenso wie das rundbogige Reinassanceportal am polygonalen Treppenturm, der vom Keller bis in das Dachgeschoss führt. Das Gebäude ist von einem mächtigen steilen Walmdach überdeckt. Im Inneren sind die Fachwerkdecken und Wände mit geschnitzten Holzstützen, die Spindeltreppe und einige schöne mit Beschlagwerk verzierte Renaissanceportale, eines mit orientalisch gewandeten Figuren- und Nischen, bemerkenswert. Im Erker befindet sich ein stuckiertes gemehrtes Wappen der Familie zu Schaumberg.

(Christian Schmidt, Bayer. Landesamt für Denkmalpflege, Schloss Seehof, Memmelsdorf)

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