Chronik

Hofheim war schon um 780 - 800 ein karolingisches Verwaltungszentrum. Der Ort hatte bereits eine Wehranlage und war Verkehrsknotenpunkt. Die erste Taufkirche St. Johannes diente als Ausgangspunkt für die Christianisierung jenseits der Hassberge.
Während der Regierungszeit des Bischofs Emehard von Würzburg (1088-1104) war Hofheim schon eine Pfarrei. Die Domherren von Bamberg, das Zisterzienserkloster Ebrach sowie das Domstift Würzburg besaßen in Hofheim Güter und Häuser.

Im Jahre 1231 wurde die Bettenburg erstmals erwähnt.

1243 kamen die Bettenburg und auch Königsberg an das Hochstift Bamberg. Graf Konrad II. von Wildberg (das Geschlecht derer von Wildberg wurde erstmals 1123 genannt) heiratete 1243 Margarethe, die jüngste Tochter des Grafen Poppo VII. von Henneberg und vermachte seiner Gemahlin Hofheim.

Graf Konrad verschenkte 1298 die Hälfte seines Schlosses Wildberg den Herren von Bundorf. Die Vogtei zu Hofheim kam an das Hochstift Würzburg. Der Fürstbischof von Würzburg war nun für Hofheim der oberste Vogt.

Als Konrad von Wildberg im Jahre 1453 starb, wurde Hofheim hennebergisch.

Die Bettenburg, seit 1343 im Besitz der Freiherren Truchseß von Wetzhausen, wurde bis ins 18. Jahrhundert von Bamberg und dem Herzogtum Sachsen belehnt.

Im Jahre 1520 wurde die Pfarrkirche erweitert und zum ersten Mal auch ein Schulmeister genannt, der zugleich das Amt des Kirchners, Kantors und Schreibers versah.

Im Bauernkrieg 1525 wurde das Schloß Eichelsdorf zerstört und die Bettenburg niedergebrannt. Der Sitz des hochstiftischen Amtmanns, die Burg Rottenstein, wurde nach Ihrer Zerstörung nicht mehr aufgebaut.

Balthasar Truchseß von Wetzhausen ließ 1535 die Bettenburg wieder errichten.

Der Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn erhob Hofheim im Jahre 1576 zur Stadt und bestätigte hiermit die zentrale Bedeutung für das weite Umland. Neben dem Hochstift waren auch die Herren der umliegenden Reichsritterschaft in Hofheim begütert, die jedoch ihre Lehensleute als ihre Untertanen und nicht als würzburgische Untertanen betrachteten.

Der Junker Hanns Eitel Truchseß führte 1608 auf der Bettenburg den lutherischen Glauben ein und ließ das Langhaus der Manauer Kirche errichten. Der erste Pfarrer und Prediger war Adam Velbach, der wegen seines Calvinismus aus Hessen geflohen war. Nach dem Tode des Georg Ernst Fuchs von Bimbach, verkauften seine Erben das Patronatsrecht und andere Rechte an das Hochstift Würzburg.

Das alte Gotteshaus wurde 1615 abgetragen und ein Neubau erstellt.

Ende des 17. Jahrhunderts erwarb das Hochstift Sachsen-Hildburghausen durch Verträge Rechte u. Güter in Hofheim.

Die Stadt unterstand seit 1704 dem Zehntgericht Wettringen, 1731 kam auch Eichelsdorf dazu.

Zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurden das heutige Lendershäuser Tor und das Goßmannsdorfer Tor erbaut. Die Pfarrkirche erhielt 1739/40 eine barocke Westfassade und einige Jahre später stifteten Hofheimer Bürger die Kirchenglocken.

Die Stadt Hofheim blieb im Laufe ihrer Geschichte von Truppendurchzügen, Verwüstungen, Plünderungen und kriegerischen Auseinandersetzungen sowie Epidemien nicht verschont.

Durch den Reichsdeputationshauptschluß wurden 1803 sämtliche geistliche Staaten Deutschlands, darunter auch das Hochstift Würzburg, säkularisiert und größeren Staaten zugeteilt. Die Stadt Hofheim kam unter bayerische Verwaltung. Aus den ehemaligen würzburgerischen Kellereien Stadtlauringen und Hofheim entstand 1804 ein Landgericht und das Rentamt Hofheim mit Sitz in Eichelsdorf.

Hofheim gehörte von 1806 - 1814 zum neuen Großherzogtum Würzburg, wurde dann aber eine königlich-bayerische Stadt. Das Rathaus am Markt wurde 1853 an den bayerischen Staat verkauft, der an diesem Platz das heutige Finanzamt errichtete. Die Stadt erwarb 1854 ein ehemaliges Wirtshaus, in dem nun das Rathaus entstand. Die Stadt Hofheim wurde im Jahre 1862 dem königlichen Bezirksamt Königshofen zugewiesen und blieb dort bis 1900; Hofheim erhielt dann ein eigenes Bezirksamt und ein Amtsgericht. 1892 wurde Hofheim an das Eisenbahnnetz angeschlossen.

Im Sommer 1976 konnte die fränkische Stadt die
400-jährige Wiederkehr der Verleihung der Stadtrechte feiern. Durch die Trennung von Altstadtkern und Neubaugebiet ist es der Stadt in vorbildlicher Weise gelungen, Neues zu schaffen und das Alte in seiner Ursprünglichkeit zu bewahren.

Von einer ganz anderen Seite präsentiert sich Hofheim vor den Toren der Stadt. Hier zeigen das neue Sport- und Kulturzentrum, der moderne Schulkomplex und die weitläufigen Neubausiedlungen das Bild einer Kleinstadt mit hohem Freizeitwert.

Das im Jahre 1976 errichtete "Haus des Gastes" ist der Mittelpunkt des kulturellen Lebens. Ein beheiztes Freibad, ein Hallenbad, Freisportanlagen und Tennisplätze vervollständigen das Freizeitangebot.

Die naheliegenden Wälder des Naturparks Haßberge sind durch ein gut markiertes Wanderwegenetz erschlossen.

Die Bettenburg, Kloster Eichelsdorf und die Schwedenschanze, von deren Aussichtsturm man einen weiten Blick über das Frankenland hat, sind Beispiele beliebter Ausflugsziele dieser an Burgruinen und Schlössern reichen Gegend. Tradition und Pflege prägen heute das Bild der Stadt Hofheim.

Alles was diese Stadt erreicht und geschaffen hat, verdankt sie allein ihren Bewohnern und dem immer lebendigen Bürgersinn.

 

Literaturhinweis:
Stadtchronik erschienen im Verlag:
Holl Druck GmbH
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